#6 Zurück ins Leben
Shownotes
Ein heißer Sommertag, eine Berliner Kreuzung und 30 quälende Minuten unter einem Lkw eingeklemmt: In dieser Folge widmen wir uns der beeindruckenden Geschichte von Ronny Rehbein, der bei einem schweren Motorradunfall seinen rechten Unterschenkel verlor.
Im Gespräch mit Host Fenja Fieweger schildert der Bänker, wie er sich zurück ins Leben gekämpft hat, welche Rolle die VBG dabei spielte und wie er es schaffte, heute – trotz Prothese – wieder Höchstleistungen im Sport und im Beruf zu erbringen. Eine Episode über echte Resilienz und der Beweis, dass das Leben nach einem Schicksalsschlag nicht stillstehen muss.
Mehr Infos zu Ronny Rehbeins Geschichte und zum Reha-Management findet ihr hier
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Hinweis: Bei dem besprochenen Fall handelt es sich um einen Einzelfall.
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge von WORKlich?!.
00:00:10: Normalerweise analysieren wir hier in unserem Podcast knifflige Rechtsfragen rund um ungewöhnliche Arbeitsunfälle, aber heute machen wir eine Ausnahme!
00:00:19: Heute geht es nicht um Paragrafen sondern um einen Menschen, dessen Geschichte uns tief beeindruckt hat.
00:00:24: Ich bin Fenja Fieweger euer Host und begrüße jetzt bei mir Ronny Rehbein, Projektleiter bei der Deutschen Kreditbank AG, DKB.
00:00:32: Nach einem schweren Wegeunfall hat er sich mit einer beeindruckenden Energie zurück ins Leben gekämpft.
00:00:38: Schön dass Sie heute bei uns sind Herr Rehbein!
00:00:40: Danke! Schön, dass ich heute hier sein darf, meine Geschichte erzählen darf, meine Geschichte teilen kann, die ja vielleicht dazu beiträgt dass der ein oder andere, der in einer ähnlichen Situation ist, daraus Energie zieht.
00:00:53: Bevor wir in Ihre Geschichte eintauchen kurz der formale Teil: Ihr Unfall war ein klassischer Wegeunfall, also auf dem Weg von der Arbeit nach Hause.
00:01:03: Aber auch hier gilt natürlich dass es sich um einen Einzelfall handelt und dieser wie alle anderen Einzelfälle durch den Unfallversicherungsträger individuell geprüft wird.
00:01:11: Die VBG war von Anfang an als gesetzliche Unfallversicherung fest an ihrer Seite.
00:01:16: Warum das so entscheidend war hören wir gleich.
00:01:18: Nehmen Sie uns doch einmal mit zurück zu diesem Tag, Herr Rehbein.
00:01:21: Es ist der 21.
00:01:22: Juli, ein heißer Sommertag in Berlin.
00:01:26: Sie sitzen auf Ihrem Motorrad und wollen nur nach Hause fahren.
00:01:29: Dann passiert etwas, das alles verändert.
00:01:32: Was ist genau passiert?
00:01:33: Genauso ist es!
00:01:34: Ein herrlicher Sommertag.
00:01:36: Sehr warm.
00:01:36: Ich habe diesen Sommertag genutzt, um früher nach Hause zu fahren und stand an einer Ampelkreuzung.
00:01:41: Wollte rechts abbiegen.
00:01:43: Naja... Das ist ein bisschen Interpretationssache,
00:01:47: was den Lkw-Fahrer hinter mir geritten hat, ob er mich nicht gesehen hat.
00:01:50: Ich habe ein anderes Bild, aber egal jedenfalls ist der –
00:01:56: er wollte geradeaus fahren – möglicherweise vom Gas abgerutscht.
00:01:59: Wie auch immer – stand dann plötzlich,
00:02:01: ich warte natürlich dass die Fußgänger – ich wollte ja nach rechts abbiegen – über die Kreuzung laufen, und saß er plötzlich auf mir drauf.
00:02:10: Also das Motorrad ist dann umgekippt,
00:02:13: das linke Bein war geschützt vom Motorrad und auf dem rechten Bein zwischen Motorrad und Lkw war dann mein rechtes Bein.
00:02:20: Und dann lag ich da, auf dem warmen Teer, habe mich einfach nur geärgert, was es jetzt hier soll.
00:02:26: Eigentlich wollte ich gerade ein bisschen früher nach Hause, mit meiner Frau die Zeit genießen, mit meiner Tochter die Zeit genießen und hab' mich einfach nur geärgert wieso ich jetzt hier aufgehalten werde.
00:02:35: Wahrscheinlich sind meine Klamotten dreckig,
00:02:36: mein Motorrad ist kaputt,
00:02:38: um all das muss ich mich kümmern.
00:02:41: Das war – nice to know vielleicht – Unter den Linden Ecke Friedrichstraße also Turi-Hotspot.
00:02:47: Zwei Cafés links und rechts.
00:02:49: Ein paar Leute kamen und haben mir Wasser angeboten, daran kann ich mich noch erinnern. Und so fluchte ich vor mich hin und irgendwann – Zeitgefühl geht einem verloren,
00:02:57: ich glaube es waren so dreißig Minuten – kamen dann die Rettungskräfte und die haben mich dann weggebeamt, würde ich sagen. Also mir irgendwas gegeben sodass sich quasi im Nirwana verschwand und dann erst auf der Intensivstation im Krankenhaus wieder aufwachte.
00:03:13: Sie haben uns im Vorgespräch erzählt, dass die Amputation Ihres rechten Unterschenkels – die ja dann die Folge des Unfalls war – eigentlich schon fast auf der Straße passiert ist.
00:03:23: Als sie dann im Krankenhaus aufgewacht sind stand die Diagnose fest: ein offenes Unterschenkeltrauma!
00:03:29: Wie haben Sie diesen ersten Moment
00:03:30: erlebt?!
00:03:31: Ja ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich an mir herunter sah und dann eben feststellte, also eine Weile brauchte, um zu realisieren: Was ist zwischen dem einen und dem anderen?
00:03:44: Was muss da jetzt passiert sein?
00:03:45: Also zwischen dem Punkt „ich lieg auf der Straße“ und „bin hier im Krankenhaus“ und sah dass da etwas fehlte?
00:03:49: Und dann: Ich weiß nicht ob Sie den Film Rocky kennen.
00:03:54: Rocky Balboa – in einer Folge rief ja seine Frau ganz herzzerreißend. Adrian nannte er sie – so hieß die natürlich auch. So erinnere ich mich daran.
00:04:05: Ich habe dann in der Sekunde nach meiner Frau gerufen, die auch natürlich schon vor Ort war und ja wenn ich daran zurückdenke war es ein sehr emotionaler Moment.
00:04:17: Also diese Realisierung da ist etwas weg.
00:04:20: Ja das kann ich mir gar nicht vorstellen.
00:04:23: Aber es muss sehr schlimm gewesen sein.
00:04:28: Dazu kam dann ja auch noch, dass die medizinische Odyssee noch nicht beendet war.
00:04:34: Es blieb ja leider nicht bei der ersten Amputation richtig?
00:04:37: Genau!
00:04:37: Also ich lag ja da auf der Straße und die ist in der Regel nicht sauber.
00:04:41: Also da war sehr viel Dreck, sehr viele Keime und diese Keime waren in der Wunde... Der Lkw hat vor Ort große Teile meines Unterschenkels schon durchtrennt,
00:04:51: der Rest wurde dann im Krankenhaus gemacht, aber durch die Keime und den Dreck sind da Infektionen entstanden und es waren am Ende über zehn Operationen, die im Laufe der Zeit nach Amputation noch durchgeführt werden mussten.
00:05:07: Zwischendrin dachte ich auch: Hoffentlich hört das auf. Und hatte Sorge, dass es nicht nur am Ende des Tages das Bein ist, sondern noch sehr viel mehr.
00:05:19: Letztlich hat es insgesamt so fünf Wochen gedauert.
00:05:23: Zwischendrin habe ich dann auch noch das Krankenhaus wechseln dürfen was für mich sehr wichtig war.
00:05:27: Ich war erst nicht in dem für mich optimalen Krankenhaus.
00:05:33: So
00:05:33: nach fünf Wochen circa war die Odyssee dann erstmal, also die rein medizinisch-akute Odyssee vorbei,
00:05:41: sodass die Wunde dann final quasi versorgt war. Und ich kann mich noch erinnern,
00:05:48: der letzte Moment:
00:05:50: Da standen dann Heerschaaren von medizinischem Personal – über Chefarzt, Oberarzt, Psychologen – in meinem Raum und erzählten mir: Wir müssen jetzt nochmal einen so einen Cut machen – das war dann der finale Cut – und avisierten mir, dass mein Unterschenkel dann vollständig weg ist.
00:06:06: Es war auch noch mal ein schwieriger Moment und seitdem bin ich der sogenannte Knieexer, wo das Bein genau zwischen Ober- und Unterschenkel getrennt ist.
00:06:17: Und das war dann der letzte Schritt.
00:06:19: Ich kann mir vorstellen, dass sowohl physisch als auch psychisch eine enorme Belastung für Sie war.
00:06:25: Gab es Momente in denen Sie gezweifelt haben ob Sie jemals wieder der Alte sein würden?
00:06:31: Die gab es natürlich, also insbesondere auch in der ersten Sekunde.
00:06:35: Die Szene hatte ich ja schon beschrieben. Aber auch danach: in den Anfangstagen – insbesondere dann, als das immer noch mal nachamputiert werden musste.
00:06:43: Du hast dich gefragt: Wie kommst du hier raus? Kommst du hier raus?
00:06:48: Wie reaget dein Umfeld darauf?
00:06:50: Wie reagiert deine Frau, deine Kinder darauf?
00:06:53: Was kann ich alles noch tun oder nicht mehr tun?
00:06:57: Das waren erhebliche Zweifel, die ich da schon hatte.
00:07:02: Aber ich würde sagen, ich habe eine sehr gute positive Grundstimmung.
00:07:09: Ich hatte schnell Erfolge in der Gangschule. Hatte mir Videos angeguckt, was Menschen mit Prothese machen. Habe mit einem Peer – also mit einem auch Betroffenen,
00:07:20: da gibt es ein Programm im UKB – gesprochen, der mir natürlich abseits des Medizinischen einfach den Alltag erklärt hat, wie das funktioniert, und der mir gezeigt – er kam rein im Zimmer, ich weiß es noch genau, und da dachte ich „Hey, wo ist der amputiert?“
00:07:35: ja, also Aussehen sowieso, aber sein Gangbild war nicht so, dass ich irgendwie erkannt habe: da ist irgendwas.
00:07:44: Und das alles hat mich dann schon stark motiviert: Videos zu schauen von Menschen, die amputieren sind, was sie alles für krasse Dinge tun.
00:07:54: Genau, daraus habe ich sehr viel Energie gezogen.
00:07:56: Das ist sehr schön zu hören!
00:07:57: Ihr Optimismus scheint Sie ja generell durch die ganze Zeit getragen zu haben, oder?
00:08:01: Ja, ich denke ich bin sehr resilient, ich bin meinen Eltern dankbar dafür,
00:08:06: meinem Umfeld dankbar dafür.
00:08:09: Ich war sehr motiviert, da schnell wieder rauszukommen – auch wenn das Essen gut war in meiner Welt.
00:08:18: Aber ich wollte schnell wieder zu meiner Familie, schnell wieder in den Job, der Sommer war heiß.
00:08:24: Möglichst den Sommer – hat nicht ganz geklappt – noch erleben, schnell wieder im Alltag sein, schnell sich wieder richtig bewegen – auch rennen, da kommen wir vielleicht ja noch zu,
00:08:36: also richtig schnell rennen.
00:08:38: Ich hatte erst mal nur eine Prothese um gehen zu können –
00:08:41: das waren alles so
00:08:42: Ziele.
00:08:43: Ja. Springen, Tanzen, Rennen,
00:08:45: das geht jetzt heute alles wieder?
00:08:47: Springen, Tanzen, Rennen. Das geht heute alles wieder.
00:08:48: Das mit dem Rennen und dem Springen, das war mir ja relativ schnell klar.
00:08:54: Dafür hatte ich vorher auch schon als Nicht-Amputierter von Paralympischen Spielen gehört und gesehen und Menschen mit Sportfeder- und Sportprothesen, wie die da schneller laufen zum Teil als ich sowieso mit zwei Beinen aber auch als andere Hochleistungssportler.
00:09:10: Es war sehr beeindruckend, sehr motivierend und es wollte ich unbedingt haben. Und Tanzen... Ich bin ja sehr viel auf Konzerten früher gewesen und es war schon eine Zeit lang
00:09:21: ne Sorge – auch in der Zeit, als ich schon wieder aus dem Krankenhaus raus war –
00:09:26: ne Sorge oder ne Traurigkeit, dass ich wohl nie wieder – zu Konzerten gehen schon, aber – ganz vorne stehen können im Pulk, im Mop, wie man so schön sagt, Mitspringen und Mittanzen,
00:09:39: davon hatte ich mich dann schon verabschiedet.
00:09:40: Und doch eines Tages festgestellt: Nee, geht doch! Man kann da einfach hingehen und die Leute sind auch mal vorsichtiger, wenn einer mit einer Prothese rumspringt.
00:09:48: Aber es ist egal!
00:09:49: Wenn du hinfällst, stehst du halt wieder auf.
00:09:52: Auch das ist mir geblieben.
00:09:54: Da bin ich sehr froh drüber.
00:09:55: Ja, sehr cool, dass das trotzdem immer noch möglich ist.
00:10:00: Sie haben auch in unserem Vorgespräch betont, dass sie unendlich dankbar dafür waren, dass es ein Wegeunfall war, also in ihrem Fall einen Unfall auf dem Weg von der Arbeit nach Hause.
00:10:09: Warum eigentlich?
00:10:12: Ich habe natürlich am Anfang nicht, aber dann relativ schnell mitbekommen dass der Ansatz einer Berufsgenossenschaft ein ganz anderer ist als der einer Krankenversicherung – gesetzlich oder privat.
00:10:24: Die Berufsgenossenschaft möchte dich ja in den Zustand und tut alles dafür –
00:10:27: und das war eben dieses hervorragende Gefühl – tut alles dafür, dich in den Zustand zu versetzen möglichst, in dem du vorher warst. Und zwar jetzt nicht nur im Sinne von „er kann wieder gehen“, sondern mit all deinen Aktivitäten und mit allen Hobbys die du vielleicht getan hast eben unterstützen da wieder hinzukommen.
00:10:45: Deswegen war ich dankbar dass es ein Arbeitsunfall oder ein Wegeunfall war.
00:10:50: Im Laufe der Zeit im Krankenhaus lernt man ja ganz viele andere zum Teil viel dramatischere Schicksale kennen.
00:10:56: Und wenn die Menschen dort dann um Kostenübernahmen kämpfen, dann bist du einfach froh, dass du mehr oder weniger nur mit deiner Reha-Managerin reden musst.
00:11:08: Ihr sagen musst was du brauchst und dann kümmert sie sich darum.
00:11:13: Angefangen von – ich hatte das vorhin kurz erwähnt:
00:11:16: Ich war ja erst in einem anderen Krankenhaus näher am Unfallort dran und bin ja dann ins UKB nach Berlin-Marzahn.
00:11:22: Aus meiner Sicht das beste Umkreis von 500 Kilometern, was man bei einer Amputation haben kann.
00:11:28: Und noch dazu war das wirklich fußläufig von mir zu Hause weg.
00:11:31: Das war ein Segen, dass ich nur mit meiner Reha-Managerin sprechen musste und die sich dann – auch wenn sich das alte Krankenhaus ein bisschen gewehrt hat, dass die Cashcow jetzt des Haus verlässt –
00:11:42: nein,
00:11:43: dass ich dann endlich zum UKB kam und der Weg meiner Frau und meiner Familie dann fünf Minuten dauerte und nicht mehr eine Stunde durch die im Sommer heiße Stadt.
00:11:55: Das war wirklich grandios.
00:11:57: Ja.
00:11:58: Das klingt nach einer echten Entlastung für Sie und Ihre Familie.
00:12:02: Wie wurde denn Ihr direktes Umfeld in dieser Zeit unterstützt?
00:12:04: Das war ja sicherlich auch für Ihre Frau und ihre Kinder einen Schock.
00:12:08: Ja, ich weiß noch wie meine Frau mir die Geschichte erzählt hat dann Monate später oder vielleicht auch nur Wochen später, wie sie von dem Unfall erfahren hat.
00:12:17: Da läuft es heute noch kalt den Rücken runter.
00:12:19: Also ja natürlich: Da steht der Polizist vor der Tür und sagt: „Es ist was passiert.“
00:12:24: Also, natürlich macht das vielleicht sogar noch viel mehr mit dem Umfeld, weil sie vielleicht auch nicht so nah dran sind und immer noch mehr Unsicherheit haben.
00:12:33: Also insofern war ich froh, dass es eine psychologische Betreuung gab, Gesprächspartner, mit denen meine Frau sich auch mit der Situation auseinandersetzen konnte, wo sie auch im Fokus stand und nicht ich, ja? Denn sie hat ja auch,
00:12:46: musste sich auch an diese neue Situation: Wer kommt denn da wieder?
00:12:49: Was ist das für ein Mensch?
00:12:49: Ist noch der gleiche oder nicht der gleiche?
00:12:52: Und dann eben auch so witzige Sachen:
00:12:54: Es war Sommer, es waren Sommerferien.
00:12:56: Ich habe eine große Patchwork-Familie.
00:12:58: Das heißt, da waren einfach die Kinder und der Alltag, das war ja nicht weg – aber der Partner war weg.
00:13:05: 50 % des Organisierens musste irgendwie ausgeglichen werden und da war es dann eben auch ein Segen, dass meine Mutter kommen konnte.
00:13:09: Und das die BG so lapidare Sachen machte wie: sie bezahlt den Zug oder das Auto nach Berlin.
00:13:15: Ja?
00:13:15: Das ist einfach cool!
00:13:19: Ja, das ist ja oft das Wichtigste, dass der Kopf dann bei Ihnen auch frei bleiben konnte für die Heilung.
00:13:24: Genau.
00:13:24: Bei ihnen war die Mobilität ja auch ein großes Thema.
00:13:27: Wie sieht es denn heute aus wenn Sie mit Ihrer Familie unterwegs sind?
00:13:30: Ist das wieder so wie früher?
00:13:32: Ja, genauso laut würde ich sagen.
00:13:33: Die sind ja inzwischen alle älter.
00:13:37: Genau, da hat die BG auch schnell... also erstens ja auch Informationen – also das UKB selber hat natürlich auch sehr viel informiert was alles für Möglichkeiten gibt –
00:13:47: aber auch die BG hat mir dann im Ding erzählt: Wie ist es denn jetzt mit dem Autofahren? Es war das rechte Bein. Okay das rechte Bein gibt Gas, ist jetzt vielleicht blöd.
00:13:58: Dann gibt es Firmen und Werkstätten, die ein Auto umbauen.
00:14:02: Das kennt man vielleicht von Rollstuhlfahrern,
00:14:04: die haben natürlich viel größere Herausforderungen.
00:14:06: Aber bei mir wurde dann relativ anstandslos gesagt: Wo ist die Werkstatt? Auto hinbringen.
00:14:11: Es gibt ein Gaspedal jetzt auf der linken Seite für mich und für die anderen, die fahren auf der rechten Seite.
00:14:15: Das war halt ruckzuck erledigt. Oder die Tatsache, dass ich dann nicht den Führerschein nochmal nachmachen musste, aber so eine Fahrprobe, damit du dann eben in dieser neuen Konstellation mit einem anderen Beinen auch die Kontrolle über das Fahrzeug hast.
00:14:32: Dass das alles A, überhaupt erstmal die Informationen da war, B, dass organisiert wurde und C, natürlich vor allen Dingen auch bezahlt wurde,
00:14:39: das hilft natürlich, wenn man mobil bleiben will.
00:14:43: Genau, und vielleicht darf ich das noch sagen:
00:14:46: Im Vorgespräch hatte ich ja kurz erwähnt dass ich heute mit dem Motorrad hier bin.
00:14:50: Der eine oder andere sagt vielleicht: „Ist der verrückt?“
00:14:54: Das war mir immer wichtig mit dem Motorrad, dass ich es wieder fahre, auch wenn der Unfall genau so einem Gefährt passiert ist.
00:15:01: Aber auch da hat die BG mich von A bis Z unterstützt.
00:15:05: Auch da musste was umgebaut werden, der Umbauer sitzt irgendwo in Rheinland-Pfalz,
00:15:10: da bist du nicht mal eben so.
00:15:11: Da wurde einfach auch die Überführung dorthin und wieder zurück einfach übernommen.
00:15:19: Das war wirklich sehr schön, sehr glücklich machend.
00:15:24: Das ist super!
00:15:24: Und wir sind ja gerade bei Mobilität. Da ist es nicht so weit bis zum Winterurlaub, Skifahren.
00:15:32: Ich habe gehört, oder haben Sie mir vorher erzählt, dass Sie das auch sehr gerne tun und dass das auch wieder geht?
00:15:38: Ja, das war sozusagen wahrscheinlich die letzte Bastion.
00:15:41: Ich hatte ja vorhin vom Tanzen erzählt, wo ich mich irgendwie gedanklich von verabschiedet habe.
00:15:47: Viel Sport, war von Anfang an klar, kann ich machen: Rennen, Fahrrad fahren oder Skilanglauf. Aber Skiabfahrt?
00:15:54: Das hab' ich früher auch gelegentlich gemacht im Winter-Urlaub.
00:15:57: So klassischerweise in Anführungsstrichen.
00:16:00: Also ich habe schon auch gesehen und verstanden, dass man da mit so nem Schlitten – also das ist nicht so ein Schlitten, so klassisch, wie man ihn kennt,
00:16:07: sondern ein Gerät, auf dem man mehr sitzend den Berg runterfahren kann – dass es sowas gibt.
00:16:14: Es war die letzte Bastion, wo ich das auch mal probieren wollte und dann kam bei so einer Messe eben eine Skiprothese, wo ich dann eben nicht sitze sondern wirklich eine klassischen Prothese an meinem Restbein habe und dann mit zwei Skiern wie alle anderen auch dem Berg runter fahren kann.
00:16:29: Und das habe ich dann jetzt im letzten Winter auch ausprobiert.
00:16:31: Das ist sehr herausfordernd, darf ich sagen.
00:16:34: Aber es... genau!
00:16:35: Es ist die letzte Bastion – ich hab sie noch nicht ganz...
00:16:41: Ich werde, liebe BG, wenn du zuhörst, ja im nächsten Winter wieder bei dir anklopfen und fragen ob ich mir diese Prothese für den Winterurlaub leihen kann.
00:16:50: Ich würde das gerne weiter probieren.
00:16:51: Genau!
00:16:51: Auch dort bin ich gut unterwegs.
00:16:55: Der Sport scheint ja für Sie eine Art Schlüssel gewesen zu sein.
00:16:59: Vielleicht blicken wir noch mal zurück, Sie haben ein unglaubliches Tempo vorgelegt als es darum ging wieder auf eigenen Beinen zu stehen!
00:17:07: Wie war denn das für Sie?
00:17:08: Das hat uns zumindest mal meinen Gangschullehrer gesagt und hast immer überlegt: „Der sagt dir das nur damit er dich motiviert.“
00:17:15: „Ronny, du bist richtig schnell,
00:17:16: so schnell war noch nie jemand.“
00:17:18: Aber irgendwann habe ich es geglaubt weil jetzt so oft die sagt hat. Also nach drei Tagen starten mit „Ich hab eine Prothese“ und drei Tage später kannst du eigentlich laufen.
00:17:29: „Eigentlich“ sage ich, weil danach ging es nur noch um Feinschliff, um Stabilität, um Hindernisse, um hoch, runter, links, rechts. Aber dieses normale „Ich gehe jetzt mal von A nach B ohne auf gut Deutsch auf die Schnauze zu fallen.“,
00:17:45: das war dann nach drei Tagen da.
00:17:50: Das war schön, dann das Gefühl schnell wieder zu haben: „Du bist an der Stelle schon wieder 100 %.“
00:17:58: Wie lange war das ungefähr nach dem Unfall?
00:18:00: Also wie lange konnten Sie nicht gehen?
00:18:03: Ja, ich würde sagen es war ja Ende Juli: so fünf, sechs Wochen mit den ganzen OPs und dann musste sich erst mal ein bisschen abheilen, abschwellen, das war ja alles dick.
00:18:13: Das ist natürlich auch ein Prozess, der länger dauert bis sozusagen der heutige Zustand auch am Volumen des Restbeins vorliegt.
00:18:24: Aber ich würde sagen so fünf, sechs Wochen, es war vielleicht Anfang September, bin ich damit gestartet und das UKB und auch die BG haben ja dafür gesorgt dass da gar keine Langeweile aufkommt.
00:18:35: Dass sofort: „Ja, komm hier: Gangschultrainer. Leg los.“
00:18:40: Das war bestimmt toll wieder auf eigenen Beinen zu stehen?
00:18:42: Ja unbedingt!
00:18:43: Es hat auch menschlich mit dem Gangschultrainer super funktioniert,
00:18:46: auch heute noch. Auch da bin ich der BG sehr dankbar.
00:18:50: Es gibt ja die Möglichkeit, dass man alle zwei Jahre eine Reha-Maßnahme macht, um sich eben mobil zu halten oder eben Wehwehchen, die man hat, auszukurieren in Anführungsstrichen.
00:19:03: Das mache ich auch in der Rehaklinik des UKBs und dort bin ich ja weiter oft mit diesem Gangschultrainer zusammen und mit anderen, die eine ähnliche Situation haben wie ich und ähnlich mobil sind. Und auch die Möglichkeit zu haben, das zu tun – also sich mit anderen Peers, wenn man so will, zu Challengen, um eben letztlich aus medizinischer Sicht sein Level zu halten und genauso langsam zu altern wie alle anderen
00:19:32: und nicht schneller ja, weil man gebrechlicher vielleicht ist –
00:19:36: darum geht es ja.
00:19:37: Da bin ich dankbar, dass ich die Möglichkeit habe.
00:19:39: Ja.
00:19:40: Und für ihre sportlichen Aktivitäten haben sie eine extra Sportprothese richtig?
00:19:45: Genau, wir hatten das vorhin schon kurz angedeutet:
00:19:50: Eine ich nenne sie mal Laufprothese.
00:19:52: Also man kennt es vielleicht: Mit dieser Karbonfeder unten dran. Wo der Markus Rehm
00:19:59: da auch irgendwie acht Meter und gesprungen ist.
00:20:04: Das hat eine Weile länger gedauert, bis sich damit loslegen konnte.
00:20:09: Da war erst natürlich Gehen im Vordergrund und dann auch mal wieder in den Job kommen – aber ich glaub so sieben, acht Monate später.
00:20:15: Ich hatte es von Anfang an gesagt als ich die haben möchte und die BG und die Techniker und haben dafür sorgt, dass das auch eben alles seinen Gang geht.
00:20:24: Genau dann habe ich so sieben, acht Monate später meine zweite Prothese kennengelernt.
00:20:30: Die Laufprothese, die natürlich anders funktioniert, als die normale Gehprothese. Aber das war zu dem Zeit auch noch eine Grenze im Kopf. Gehen ist schon cool oder extrem wichtig – wenn du sie nicht anhast die Prothese und im Rollstuhl sitzt
00:20:46: oder hüpfst, weißt Du wie wichtig es ist mit zwei Beinen unterwegs zu sein.
00:20:50: Aber ich hatte immer so das Szenario – damals war meine Tochter noch klein:
00:20:53: Ich gehe mit der spazieren und plötzlich reißt sie sich los, weil sie irgendwie was gesehen hat, rennt auf die Straße und ich kann nicht hinterher!
00:20:59: Das war wirklich – also schon hinterher aber eben nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit. Und das war eine Grenze, so ein Blockade im Kopf. Und dann war ich froh und glücklich, als ich dann diese Laufprothese an hatte.
00:21:12: Und wirklich befreit von – ich mach' das jetzt sehr pathetisch –
00:21:15: befreit von Ketten, dann plötzlich losrennen konnte.
00:21:20: Das war krass!
00:21:23: Ja.
00:21:23: Und jetzt haben Sie sogar das Sportabzeichen noch gemacht, oder?
00:21:27: Ja, das Sportabzeichen – ist halt so ein bisschen Fun-Fact gewesen.
00:21:31: Genau, Sportabzeichnen vom Deutschen Olympischen Sportbund kann ja jeder von, keine Ahnung
00:21:38: von wann,
00:21:38: von zwölf bis neunzig oder hundert machen, jedes Jahr wenn er mag. Und für Amputierte gibt es natürlich andere Leistungskriterien.
00:21:46: Und im Rahmen der letzten Reha, von der ich eben schon mal kurz gesprochen habe, habe ich mit meiner Crew, also die, mit denen ich da zusammen die Reha mache, haben wir uns überlegt so als Herausforderungen, als Ziel dieser Reha: „Komm, wir machen mal das Sportabzeichen. Möglichst in Gold. Und es hat geklappt.“
00:22:02: Glückwunsch!
00:22:05: Sie haben auch wieder bei Ihrer Firma am Staffellauf teilgenommen.
00:22:09: Wie haben Ihre Kolleginnen und Kollegen eigentlich reagiert?
00:22:12: Ja, es ist immer so... also jetzt beim Staffelauf im Speziellen, aber auch so grundsätzlich wenn man unterwegs ist, am Strand oder so, also wo so offensichtlich ist dass man eben eine Prothese hat, ja.
00:22:26: Das ist so zweischneidig:
00:22:28: Einerseits will man nicht ständig darauf angesprochen werden, merken, wie kleine, jüngere Menschen, Kinder sich zu ihren Eltern umdrehen und in deiner unmittelbaren Gegenwart darüber sprechen.
00:22:39: „Was hat er denn da?“
00:22:40: und so, ja das ist also ein Stück weit auch der unangenehme Teil. Auf der anderen Seite
00:22:45: ist es natürlich auch total motivierend oder beflügelnd, wenn dann die Menschen dir Respekt entgegenbringen, dir Respekt zollen beim Staffellaufen, wenn
00:22:55: die Kollegen dann eben beeindruckt sind, dass sie im Grunde die gleiche Pace läufst wie sie selbst.
00:23:03: Oder ich weiß noch, wie ich in New York nach dem Unfall mit meiner Frau war und meinen Sohn, egal, aus den USA abzuholen,
00:23:08: und im Central Park Joggen war und mir dann dort eben die New Yorker zum Teil gehuldigt in Anführungsstrichen haben.
00:23:16: Das ist natürlich auch irgendwie sehr cool!
00:23:19: Meine Frau war immer neidisch, warum sie immer nur ... Sie rennt doch genauso viel und genau so weit.
00:23:24: Warum ihr niemand applaudiert hat beim Training?
00:23:26: Ja genau, warum ihr niemand applaudiert –
00:23:27: das fand sie ein bisschen gemein ja...
00:23:32: Lassen Sie uns noch mal zurück zu Ihrem beruflichen Wiedereinstieg kommen.
00:23:36: Sie sind ja als Projektleiter bei der DKB wieder voll eingestiegen.
00:23:40: Gab es da Hürden beim Wiedereinstieg oder besonderen Anpassungen, die nötig waren?
00:23:45: Nein.
00:23:47: Besondere Hürden... Ich bin ja im Rahmen des Hamburger Modells wieder eingestiegen.
00:23:52: Was ist das, das Hamburger Modell?
00:23:54: Dass du eben so sukzessive deine Arbeitszeit steigerst. Ich glaube, ich hatte mit 20 Stunden angefangen,
00:24:01: aber ich wusste ja, dass ich jetzt nicht schwere körperliche Arbeit machen muss.
00:24:06: Ich kannte ja meinen Job und mein Kopf war ja fit.
00:24:09: Also ich habe dann schon auch darauf gedrungen, dass wir das zügig machen.
00:24:12: Aber ich war dabei, weil ich natürlich so eine Situation noch nie erlebt habe,
00:24:15: logischerweise, ich machs das erste Mal, war dabei, trotzdem diesem Prozess des Modells, also des Hamburger Modells, sukzessive dann deine Arbeitszeit über ein paar Wochen zu steigern.
00:24:24: Habe ich natürlich mitgemacht weil ich natürlich auch nicht wusste wie ist es psychologisch für mich?
00:24:28: Ja, hab ich mitgemacht. Es war aber sonst... die Bank selber:
00:24:35: Die DKB hat ja auch Schwerbehindertenvertretungen und Menschen, die das schon erlebt haben und die da helfen, dich informieren und dich begleiten.
00:24:45: Insofern war das sehr smooth, sehr entspannend und was so... Das war auch so Fragen:
00:24:50: Brauche ich jetzt andere Tische?
00:24:51: Andere Stühle?
00:24:52: Irgendwelche Sonderbehandlungen?
00:24:53: Glücklicherweise nicht.
00:24:54: Wollte ich auch nicht, aber war auch nicht erforderlich.
00:24:56: Ich bin einfach wieder arbeiten gegangen.
00:25:00: Das ist gut, wenn das so funktioniert!
00:25:02: Ja, unbedingt ja.
00:25:03: Herr Rehbein, was würden Sie jemandem raten, der gerade erst einen schweren Unfall hinter sich hat, den Mut verliert und vielleicht denkt: „Ich schaff das nicht.“
00:25:11: Der soll vielleicht diesen Podcast hören. Aber: Guck dir an...
00:25:15: Ich würde sagen, guck dir an, was alles geht.
00:25:17: Guck dir die Menschen an!
00:25:19: Du kommst ja mit den Menschen, die all das schon hinter sich haben und jetzt wieder im Leben stehen,
00:25:24: mit denen kommst du in Kontakt. In aller Regel im Krankenhaus oder bei Reha-Maßnahmen, oder danach in Selbsthilfegruppen.
00:25:31: Du siehst die Menschen ja und du kannst Fragen stellen und dann erzählen sie dir erstens dass das den allen ähnlich ging und dass sie es aber doch trotzdem gepackt haben.
00:25:40: Oder du guckst dir, was ich auch gemacht habe, eben Videos an bei YouTube.
00:25:43: So banal wie das klingt und hab
00:25:44: gesehen, wie dann... Ich mein, wodurch entsteht Amputation?
00:25:49: Durch dumme Motorradunfälle, durch ungesundes Leben oder aber ganz oft auch Menschen, die in der Armee im Krieg waren und dort verwundet werden.
00:26:00: Und das sind ja häufig auch sehr sportliche Menschen und da kannst du auch nur staunen, was alles so geht.
00:26:06: Also guck dir solche Videos an, glaub daran, dass alles möglich ist und – ich behaupte es zumindest –
00:26:12: was mein Trick so ein bisschen war: überleg dir einfach, was jetzt cooler ist mit Prothese.
00:26:18: Was früher nicht so cool war.
00:26:21: Und manche Dinge, die ich jetzt sage, sind nicht ganz ernst gemeint, aber manche schon:
00:26:26: Ich meine, ich bekomme alle Jubeljahre ein neues Gelenk auf dem neuesten Stand der Technik, während jeder andere neben mir altert und mit seinem Kniegelenk, was fünfzig, sechzig, siebzig Jahre alt ist irgendwie durchs Leben gehen muss.
00:26:37: Ich nicht!
00:26:37: Ich hab immer den geilsten heißen Scheiß.
00:26:41: Das trifft aus meiner Sicht schon durchaus zu.
00:26:44: Oder aber, das ist jetzt ein bisschen witzig gemeint:
00:26:47: Wenn du – das war damals noch so als die Jungs, meine Kinder, noch ein bisschen jünger waren und Fußball auf dem Rasen gekickt habe... Naja, wenn ich da gefault wurde, hat es mir nicht so wehgetan auf der Seite, sondern eher dem, der mich gefault hat.
00:27:00: Solche Sachen haben mich zumindest motiviert: Rauszusuchen, was jetzt noch cooler ist als früher.
00:27:12: Das würde ich vielleicht den Menschen sagen,
00:27:14: ja.
00:27:15: Vielen Dank, Herr Rehbein, für Ihre Offenheit. Auch für Ihre Energie und Ihre inspirierende Geschichte.
00:27:21: Danke.
00:27:21: Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute!
00:27:23: Sportlich wie privat.
00:27:25: Dankeschön.
00:27:26: Das war's für heute bei WORKlich?!, dem Certo-Podcast über ungewöhnliche Arbeitsunfälle.
00:27:31: Wenn euch Ronny Rehbeins Geschichte so beeindruckt hat wie uns, teilt sie gern. Und abonniert unseren Certo-Podcast über ungewöhnliche Arbeitsunfälle.
00:27:39: Mehr Infos
00:27:40: über Rehabilitation und über Ronny Rehbeins Geschichte findet ihr im Certo-Portal unter www.certo-portal.de.
00:27:48: Wir freuen uns über euer Feedback per Mail an cm@vbg.de.
00:27:54: Unsere nächste Episode erscheint am letzten Mittwoch im Juli!
00:27:58: Wir freuen und wenn Ihr auch dann wieder mit dabei seid, bis zum nächsten Mal und bleibt sicher!
00:28:03: Tschüss.